Anlässlich des Gedenkens an die Novemberpogrome liest die Schriftstellerin Elisabeth Escher am Freitag, 30. November, um 19:30 Uhr, in der Pfarre Wels - St. Franziskus aus ihrem Roman "Hannas schlafende Hunde". Die Geschichte handelt von einer jüdischen Familie in Wels, die auch nach der Zeit des Nationalsozialismus Ausgrenzung und Vorurteile erlebt. Das Mädchen Hanna muss erkennen, dass die Gefahr der schlafenden Hunde in einer Gesellschaft der Verdrängung nicht nur eine Angelegenheit von Gestern, sondern auch von Heute und Morgen ist. Die oberösterreichische Stadt Wels (40.000 Einwohner) wird seit 2015 von einem FPÖ-Bürgermeister und einer blau-schwarzen Parteienmehrheit regiert.
Der Welser Regisseur Andreas Gruber hat den Roman verfilmt und wird auch an diesem Abend über seinen Film erzählen und zum Gespräch einladen. Vor der Veranstaltung gibt es um 16:00 Uhr die Chance, den Film im Programmkino zu sehen.